Manche Abschiede fallen leicht
Im Taz‑Interview lässt Robert Habeck offenlegen, dass er sein Bundestagsmandat abgeben will, um „neue Perspektiven“ im Ausland zu finden. Dabei wirft er die Berliner Politik als „enges Korsett“ ab und präsentiert seinen Rückzug als persönlichen Befreiungsakt. Diese Rhetorik klingt zwar nach Selbstreflexion, entblößt jedoch ein grundlegendes Problem: Habecks Kommunikation verharrt in vagen Moral‑Klischees („Man sagt, wo eine Tür zugeht, geht auch eine auf. Ich glaube, man muss auch manchmal eine zuziehen, damit eine neue aufgeht.“) und liefert kaum konkrete politische Inhalte. Sein Rückzug aus dem Parlament eröffnet deshalb die Chance, diese Rhetorik‑Schiene zu durchbrechen und pragmatischere, technologie‑offene Lösungen zu forcieren, die sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft belastbar voranbringen.
Hierbei kann die FDP mit ihrem Fokus auf Bürokratieabbau und marktwirtschaftliche Freiheit eine klare Alternative bieten.